Antihistaminika

Hierbei handelt es sich um juckreizstillende Arzneimittel in Tropfen-, Saft- oder
Tablettenform. Sie hemmen die Wirkung von Histamin (siehe dort) durch reversible
Blockade von spezifischen Rezeptoren (H1 und H2-Rezeptoren). Für die
Juckreizlinderung bei Neurodermitis eignen sich H1-Antihistaminika. Sie haben oft eine
leicht sedierende (müdemachende) Wirkung und können dadurch unter Umständen
das Reaktionsvermögen beeinflussen.
Alkalische Stoffe

Diese Substanzen sind z. B. in Seifen oder Waschmitteln enthalten. Sie greifen den
natürlichen Säureschutzmantel der Haut an, machen dadurch die Haut
empfindlicher gegenüber Schadstoffen und können, wenn keine geeigneten
Pflegemaßnahmen ergriffen werden, zu trockener Haut und Ekzemen (siehe dort)
führen.
Allergie

Hierbei handelt es sich um eine von der Norm abweichende ge- bzw. übersteigerte
Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe (Allergene). Meist wird eine Allergie
(Überempfindlichkeit) erst durch den wiederholten Kontakt mit dem Allergen
ausgelöst. Das Zustandekommen einer Allergie ist unter anderem abhängig
von der Allergenmenge, Umweltbedingungen und genetischen Anlagen.
Allergene

Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, eine Allergie auszulösen werden als
Allergene bezeichnet. Es kann sich dabei sowohl um Pflanzenstoffe (z.B. Pollen,
Nahrungsmittel, Schimmelpilze), Tierprodukte (z.B. Bienengift, Eiweiße, Haare)
als auch um Metalle (z.B. Nickel) oder Chemikalien (z.B. Duft- oder Konservierungsstoffe,
Medikamente) handeln.
Asthma bronchiale

Die Erkrankung basiert auf einer akuten oder chronischen Verengung (Verkrampfung) der
Atemwege, die durch entzündliche Schwellung der Bronchialschleimhäute und
einer gesteigerten Produktion von zähflüssigem Bronchialschleim hervorgerufen
wird. Wird Asthma nicht erkannt und bleibt dadurch unbehandelt, kann es bei
längerem Bestehen zu negativen Auswirkungen auf das Lungen- und Herz-Kreislauf-System
führen. Beim allergischen Asthma kommt es kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen zu
einer starken Reaktion der Bronchialschleimhäute. Zum Teil kann es dabei zu
lebensbedrohlichen Atemnotanfällen ("Status asthmaticus") kommen. Chronisch wird
Asthma durch das wiederholte Auftreten. Symptome wie (Reiz-)Husten und Atemnot treten
dabei auch zwischen einzelnen Anfällen gehäuft auf.
Atopie oder atopische Diathese

Hierunter versteht man eine genetisch bedingte Veranlagung, die zu einem gehäuften
Auftreten allergischer Reaktionen führt. Die Bezeichnung "Atopie" stammt aus dem
Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt "das Ungewöhnliche". Damit ist
gemeint, dass ein Atopiker eine ungewöhnlich hohe Bereitschaft zeigt, auf
Umwelteinflüsse allergisch zu reagieren. Atopiker weisen in der Regel einen
erhöhten Anteil eines bestimmten Bluteiweißstoffes auf, das sog. Immunglobulin E
(IgE). Allerdings ist ein erhöhter IgE-Spiegel im Blut kein sicherer Hinweis auf eine
später entstehende Allergie. Ob eine Allergie auftritt, hängt stark von der Menge
und Häufigkeit des Kontaktes mit Allergenen ab.
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Barrierefunktion

Barrierefunktion der Haut. Hierbei handelt es sich um die wichtigste Aufgabe der Haut.
Die Barrierefunktion der Haut wird wesentlich durch die äußerste Hautschicht
(Hornschicht) mit ihren besonderen Lipiden (siehe dort) gewährleistet. Sie schützt
den Körper vor Wasserverlust und verhindert das Eindringen von schädlichen
Mikroorganismen. Diese Barrierefunktion ist bei Neurodermitikern eingeschränkt.
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